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Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, Dortmund.

Hohe Zuwachsraten

Interview mit Franz-Joseph Miller, CEO der time:matters GmbH, über die strategieschen Zielsetzungen des Unternehmens, VAV 07/08
www.visavis.de.

Herr Miller, der Markt für Kurier-, Express- und Paketdienstleister wächst rasant. Welche Wett-bewerbsvorteile unterscheiden Ihr Unternehmen von anderen Marktteilnehmern?

time:matters besetzt mit seinen Special Speed Solutions einen Sonderbereich der KEP-Branche. Mit global aufgestellten Partnern wie Lufthansa, Swiss International Air Lines, Air Berlin, Condor und Deutsche Bahn verfügen wir über ein internationales Netzwerk in der Luft, auf der Schiene und auf der Straße. Der Unterschied zu anderen KEP-Dienstleistern ist, dass wir kein standardisiertes Transportsystem betreiben. Dadurch bieten wir ein erheblich höheres Maß an Flexibilität. So wird bei uns jede Transportlösung kundenindividuell geplant, persönlich betreut und umgesetzt: Point-to-Point.

Franz-Josef Miller
CEO der time:matters GmbH

Welche Bedeutung hat der Standort Deutschland für Ihr Unternehmen?

Deutschland ist unser Heimatmarkt. Unsere wichtigsten Partner wie die Lufthansa und Deutsche Bahn, haben hier ihren Hauptsitz. Im letzten Jahr haben wir am Frankfurter Flughafen das time:matters Courier Terminal aufgebaut. Damit gibt es einmalig in Deutschland eine Sonderhandling-Einrichtung für Kuriersendungen, in der ausschließlich Kuriersendungen abgewickelt werden.

Welches Marktsegment wird künftig den größten Zuwachs erzielen?

Aus meiner Sicht ist dies vor allem die zeitkritische Ersatzteillogistik. Unternehmen wollen
Kundenbindung und Wettbewerbsvorteile über einen After-Sales-Service und über entsprechende Servicestrukturen aufbauen. Da heute aufgrund der Kapitalbindungskosten eine dezentrale Lager-struktur vielfach nicht mehr darstellbar ist, besteht die Tendenz, sich auf wenige zentrale Lagerstandorte zu reduzieren. Für viele Unternehmen bedeutet das: Verschlankung der Lagerhaltung bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung einer ebenso kurzfristigen wie zuverlässigen Ersatzteilversorgung. Nur durch den Einsatz von "Highspeed-Logistiklösungen" sind wir in der Lage, diese Herausforderung zu meistern.

Warum haben Sie im Januar diesen Jahres den niederländischen Expresslogistikanbieter JNE übernommen?

Die Übernahme war Teil unserer strategischen Zielsetzungen, time:matters zu internationalisieren. Mit JNE konnten wir ein Unternehmen integrieren, das über eine langjährige und sehr gute Marktpositionierung im Segment der Sameday. Und Notfall-Logistik verfügt, gepaart mit den speziellen regionalen Marktkenntnissen. Ferner verfügen wir nun über eine eigene Präsenz am Flughafen Amsterdam, der als eines der wichtigsten Drehkreuze Europas eine signifikante Ergänzung unseres Transportnetzwer-kes darstellt.

Welche weiteren Schritte planen Sie?

Bis 2010 wollen wir weltweit in den wichtigsten Wirtschafts- und Logistikzentren eigene Standorte
Etablieren. Ganz besonders stark fokussieren wir uns künftig auf Asien, weil dort ein Markt vorhanden ist, wo ähnlich wie Osteuropa der Bedarf an extrem schnellen, gleichzeitig hoch zuverlässigen Logistiklösungen sehr große ist.

Informationen unter: www.time-matters.de

Dieses Interview führte Visavis-Redakteurin Ellen Drechsler,
VISAVIS Verlagsgesellschaft für Wirtschaftskommunikation
Partner der Wirtschaft

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