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Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML, Dortmund.

Abus stockt auf: 120-Tonnen-Seilzug lieferbar

Der Hallenkranhersteller Abus Kransysteme vergrößert sein Leistungsspektrum. Ab sofort gehört eine Zweischienenlaufkatze mit einer Traglast von 120 Tonnen zum Produktportfolio der Oberberger.

Der neue Seilzug vom Typ Z ist 12-strängig eingeschert und für alle Zweiträgerlaufkrane mit entsprechender Tragfähigkeit ausgelegt. Wie bei allen Komponenten aus dem Hause Abus ist auch die neue Katze ein Serienbauteil. Der Kunde profitiert so von der höheren Traglast, ohne den Aufwand und die Kosten einer Sonderkonstruktion in Kauf nehmen zu müssen.

Prinzipzeichnung: Die geräumige beidseitige Arbeitsbühne wird hochgeklappt, wodurch sehr geringe Anfahrmaße erzielt werden.

Durch eine Vielzahl an Zusatzkomponenten kann der neue Seilzug trotzdem sehr exakt an die Bedürfnisse vor Ort angepasst werden. So ist beispielsweise eine Steuerung per Frequenzumrichter ABULiner möglich oder die Ausstattung mit einer Funkfernsteuerung zur kabellosen Kranbedienung.

Die Ingenieure bei Abus haben aber nicht nur die Tragfähigkeit erhöht sondern auch innovative Neuentwicklungen in die Konstruktion integriert.
Herausragend ist vor allem die neue, optionale Arbeitsbühne. Sie ist in Fahrtrichtung jeweils vor- und hinter dem Seilzug am Fahrwerksträger angebracht und ermöglicht einen einfachen Zugriff auf Elektrik und Verschleißteile. Um trotz Bühne mit ausreichend Bewegungsfreiraum geringste Katzanfahrmaße zu erzielen, ist die Plattform klappbar ausgeführt. Nach Abschluss der Arbeiten kann sie von beiden Seiten mit Federkraftunterstützung hochgeschwenkt und arretiert werden. Sie wirkt dann als Abdeckung für den Seilzug und stört im üblichen Kranbetrieb nicht mehr. Durch beidseitige Tore und eine Sicherheitseinrichtung gegen unbeabsichtigte Fahrbewegun-gen im abgeklappten Zustand ist ein Höchstmaß an Sicherheit garantiert.

Seilzug auf Zweiträgerlaufkran: Ein Seilzug für schwere Fälle. Die Unterflasche ist 12-strängig eingeschert. Für zügige Hubgeschwindigkeiten hat die Katze zwei Seiltrommeln.

Wie bei allen Katzen der Bauart Z hat auch der 120-Tonnen-Seilzug ein Zwillingshubwerk. Das Hubseil ist also nicht, wie sonst üblich, an einem Ende mit einem Festpunkt gelagert und läuft am anderen Ende auf die Seiltrommel auf, sondern wird an beiden Enden gleichzeitig aufgerollt. So ist trotz der 12-strängigen Einscherung eine hohe Hubgeschwindigkeit möglich.

Ein weiterer Vorteil des Zwillingshubwerks ist der sogenannte "True Vertikal Lift". Das bedeutet, dass der Lasthaken seine Position relativ zur Katze nicht verändert sondern immer an genau der selben Stelle unter dem Seilzug hängt. Vor allem bei Arbeiten, die genaues Positionieren der Last nötig machen, stellt dies einen wesentlichen Vorteil dar. Normalerweise verschiebt sich die Hakenposition etwas während des Hubspiels, wenn das Seil beim Abwickeln von einer Trommelseite zur anderen wandert, der Festpunkt aber still steht. Da bei Z-Hubwerken beide Seilenden gleichzeitig und gegenläufig abgewickelt werden, ergibt lediglich eine geringe Drehung des Hakens.

Auch für Kunden mit geringeren Anforderungen an die Tragfähigkeit kann die Neuentwicklung interessant sein. So ist es möglich, den Seilzug in eine höhere Triebwerksgruppe gemäß FEM einzustufen. Dadurch erhöht sich die theoretische Nutzungsdauer des Krans, die in Anlehnung an die Arbeitssicherheitsbestimmungen festgelegt ist. Das Resultat ist somit eine verringerte Stillstandzeit für Revisionen und Generalüberholungen, was vor allem bei Seilzügen in solch schweren Ausführungen einen direkten Kostenvorteil bringt.

Auch die Lebensdauer der verwendeten Seile konnten die Ingenieure verbessern. Durch vergrößerte Rollendurchmesser wird die Standzeit verlängert, da die Stränge während der Hubspiele weniger stark geknickt und somit geringer beansprucht werden.

ABUS Kransysteme GmbH
Sonnenweg 1
D - 51647 Gummersbach
Tel. 0 22 61 / 37 -0
Fax 0 22 61 / 37 -247
info@abus-kransysteme.de
www.abus-kransysteme.de


 
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