Fraunhofer-Institut für Materialfluss
und Logistik IML, Dortmund.
3,2 Milliarden Euro für Forschung in Europa Erste Ausschreibungen starten am 30. Juli
Berlin, 14. Juli 2009 - Die Europäische Kommission und die Industrie
setzen in der Krise auf die Forschung. 3,2 Milliarden Euro sollen in öffentlich-private
Partnerschaften fließen, die neue Technologien im verarbeitenden
Gewerbe, in der Baubranche und im Automobilsektor entwickeln. Die erste
Runde von Aufforderungen zur Einreichung von Forschungsvorschlägen
startet am 30. Juli. Bereitgestellt werden zunächst 268 Millionen
Euro.
Die geplanten Partnerschaften sind Bestandteil des Europäischen
Konjunkturprogramms der EU-Kommission.
Der für Wissenschaft und Forschung zuständige EU-Kommissar Janez
Potocnik sagte hierzu: "Investiert Europa heute intelligent in strategische
Sektoren, schafft es morgen Arbeitsplätze und nachhaltiges Wachstum.
Durch diese innovativen Partnerschaften vereinen die Kommission und die
Industrie ihre Kräfte, um die Entwicklung sauberer Technologien zu
fördern und die Führungsrolle Europas auf diesem Gebiet zu sichern."
Für die Jahre 2010 bis 2013 werden die insgesamt 3,2 Milliarden Euro
für Forschung im Rahmen von drei öffentlich-privaten Partnerschaften
bereitgestellt. Die Hälfte der Mittel kommt von der Industrie und
die andere Hälfte von der Europäischen Kommission über
das Siebte Forschungsrahmenprogramm. Die ersten themenübergreifenden
Aufforderungen zur Einreichung von Forschungsvorschlägen sind Bestandteil
der drei Partnerschaften:
Fabrik der Zukunft (1,2 Milliarden Euro) - Diese Initiative will
den EU-Herstellern, vor allem den KMU, dabei helfen, sich an den globalen
Wettbewerbsdruck anzupassen, indem sie ihr Wissen ausbauen und verstärkt
auf Zukunftstechnologien zurückgreifen.
Energieeffiziente Gebäude (1 Milliarde Euro) - Mit dieser
Initiative sollen umweltfreundliche Technologien gefördert und energieeffiziente
Systeme und Materialien in europäischen Gebäuden entwickelt
werden.
Umweltgerechte Kraftfahrzeuge (1 Milliarde Euro) - Schwerpunkt
dieser Initiative sind erneuerbare und saubere Energiequellen sowie die
Sicherheit und Mobilität des Straßenverkehrs im Bereich der
Automobilbranche. Umweltfreundlichere Technologien sind für die Erreichung
der Verringerung der europäischen und weltweiten CO 2 -Emissionen
eine unabdingbare Voraussetzung.