Fraunhofer-Institut für Materialfluss
und Logistik IML, Dortmund.
Der EffizienzCluster LogistikRuhr auf der CeMAT, 02. - 06. Mai 2011, Halle
27 Stand G19 EffizienzCluster LogistikRuhr
stellt erste Forschungsergebnisse vor
Europas größtes Logistik-Forschungsprojekt präsentiert
sich auf der CeMAT in Hannover
Logistics Mall zeigt die ersten zehn Softwareprodukte
Hannover, 16. Februar 2011. Der EffizienzCluster LogistikRuhr
zeigt auf der CeMAT, die
vom 02. - 06. Mai in Hannover ihre Tore öffnet, die ersten Ergebnisse
aus den
intralogistischen Forschungsprojekten.
Mit 100 Millionen Euro Forschungsvolumen, davon 40 Millionen aus der BMBFSpitzencluster-Förderung,
ist der EffizienzCluster LogistikRuhr das derzeit größteLogistik-Forschungsprojekt
in Europa. 120 Unternehmen und 11 Forschungs- undBildungseinrichtungen arbeiten
gemeinsam in sieben Leitthemen und 30 Projekten mitdem Ziel, die Individualität
von morgen im Sinne der individuellen Warenversorgung, Mobilität
und Produktion mit 75 Prozent der Ressourcen von heute zu ermöglichen.
Prof. Dr. Michael ten Hompel, geschäftsführender
Institutsleiter des Fraunhofer IML: Mit der Logistics
Mall beginnt eine neue Ära der Software-Nutzung.
Insgesamt sollen mehr als 100 Produkte
und Patente mit einem Marktpotenzial von über zwei Milliarden
Euro sowie 4000 qualifizierte Arbeitsplätze aus dem EffizienzCluster
LogistikRuhr entstehen.
Allein 12 Cluster-Projekte forschen nach Innovationen und neuen Produkten
in der Intralogistik. Die Intralogistik birgt mit das größte
Effizienzpotenzial für die Wirtschaft, begründet Thorsten
Hülsmann, Geschäftsführer der EffizienzCluster ManagementGmbH,
diesen Fokus, und die ganze Bandbreite der intralogistischen
Zukunftsforschung, zum Teil bereits mit ersten Ergebnissen, zeigen
wir auf der CeMAT.
Zu den Stand-Highlights zählt etwa die Logistics Mall, ein elektronischer
Marktplatz für Logistiksoftware, der bereits die ersten zehn
Software-Anbieter vermeldet.
Thorsten Hülsmann, Geschäftsführer
der EffizienzCluster Management GmbH: Die Intralogistik
birgt mit das größte Effizienzpotenzial für
die Wirtschaft.
Ähnlich einem AppStore können
die Nutzer aus den Softwaremodulen, IT-Diensten undProzessen verschiedener
Anbieter nach Bedarf wählen, sie miteinander kombinieren und
transaktionsbasiert mieten. Der Zugriff erfolgt über einen Webbrowser.
Der Benutzer zahlt nur für die tatsächlich in Anspruch genommenen
Leistungen, üblicherweise Rechenzeit, Speicherplatz, Datentransfervolumen.
Aus wirtschaftlicher Sicht bedeutet Cloud Computing für
die Benutzer, dass sie IT-Leistungen nach einem Mietmodell beziehen
und nicht mehr vorab in Hardware und Software investieren müssen,
erläutert Oliver Wolf, Leiter des Innovations-clusters Cloud
Computing für Logistik am Fraunhofer IML, den entscheidenden
Unterschied.
Der Messebesucher kann auf der CeMAT bereits die ersten zehn Softwareprodukte
virtuell mieten, kombinieren und das Prinzip live erleben.
Darunter das ERP-System der GUS Group, eine Lagerlösung von LinogistiX,
ein Daten-Konverter von der LogAgency GmbH, ein Dokumentenmanagement-System
der Contenit AG und die Lösung Puzzle zum Optimieren von
Lade- und Transporteinheiten vom Fraunhofer IML.
Mit der Logistics Mall beginnt eine neue Ära der Software-Nutzung,
sagt Prof. Dr. Michael ten Hompel, geschäftsführender Leiter des
Fraunhofer IML in Dortmund. Vor allem der Mittelstand werde von dieser Entwicklung
profitieren. Einerseits erhalten die Logistikdienstleister einen kostengünstigeren
Zugang zu Software und kleinere ITDienstleister können einen größeren
Kundenkreis bedienen, ohne hohe Investitionen in IT-Infrastruktur tätigen
zu müssen. Marktforschungsunternehmen wie Gartner und Experton gehen
davon aus, dass bis 2011 etwa 25 Prozent der IT als Cloud-Lösungen
entwickelt werden. Für die Logistik-IT, die in Deutschland ein Marktvolumen
von vier Milliarden Euro hat, bedeutet dies den Transfer von Software im
Wert von einer Milliarde Euro pro Jahr in Cloud-Umgebungen.
Die Logistics Mall wird vom Land Nordrhein-Westfalen und der Fraunhofer-Gesellschaft
mit sechs Millionen Euro gefördert. Wissenschaftlich vorangetrieben
wird das Projekt von den Dortmunder Fraunhofer-Instituten für Materialfluss
und Logistik IML sowie für Software- und Systemtechnik ISST. Betreiber
der Logistics Mall ist die Logata GmbH, ein Schwesterunternehmen der Bocholter
WM-Group.
Als weitere Ausstellungs-Highlights hat der EffizienzCluster LogistikRuhr
Projekte zu ressourceneffizienter Instandhaltungslogistik, Green Logistics,
ein Intergrated Air Cargo Hub, Effizienz logistischer Anlagen und das Fraunhofer
IML Forschungs-Flaggschiff Zellulare Fördertechnik im Messegepäck.