Hellmann Rail Solutions
Pionier für Systemverkehre auf der Schiene
Osnabrück, 10. Mai 2011. Seit mehr als sieben Jahren
verlagert Hellmann Worldwide Logistics erfolgreich Güter von der
Straße auf die Schiene.
Anfänglich hielt man es für unrealistisch, doch Beharrlichkeit
zahlt sich aus. Was sich zu Beginn als schwierig und nahezu unmöglich
erwies, hat sich inzwischen zu einer Erfolgsstory entwickelt. Seit nun
mehr sieben Jahren betreibt Hellmann Worldwide Logistics ein Netzwerk
für zeitkritische Stückgut- und Expressverkehre auf der Schiene.
Wöchentlich werden so bis zu 2.300 Wechselbrücken, Container
und Sattelauflieger von der Straße auf die Schiene verlagert.
Im
Jahr 2004 stellte sich Hellmann Worldwide Logistics die Frage wie man
den zukünftigen Herausforderungen im Landverkehr am Besten begegnen
könnte. Schon damals wurde die Notwendigkeit der nachhaltigen Logistik
erkannt. Bereits seit Ende der 90er Jahre wird das Thema Nachhaltigkeit
bei Hellmann proaktiv betrieben. Hier handelt es sich nicht nur um leere
Worthülsen. Mit großem Mut zum Risiko und Pioniergeist entschloss
sich Hellmann, Systemverkehre auf die Schiene zu verlagern.
Dies stellt noch heute einen Meilenstein im Eisenbahnmarkt dar. Um den
rigiden zeitlichen und wirtschaftlichen Anforderungen im Sammelgutverkehr
Rechnung zu tragen, mussten nicht nur mit den Terminals anspruchsvollste
Zeitfenster ausgehandelt werden. Es war auch notwendig, die Durchschnittsgeschwindigkeit
der Züge deutlich zu erhöhen. Fährt ein normaler Güterzug
mit durchschnittlich 60 Stundenkilometern und einer maximalen Geschwindigkeit
von 100 km/h durch die Bundesrepublik, so ist es gelungen die Hellmann-Züge
auf 90 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit und 140 km/h Höchstgeschwindigkeit
einzuspielen.
Nur durch die Kombination von späten Annahmeschlusszeiten und frühen
Ankunftszeiten in den Umschlagterminals sowie hoher Reisegeschwindigkeit
konnte es überhaupt gelingen, Stückgut und KEP-Verkehre erfolgreich
zu verlagern.
Nach anfänglich täglichen Zugverbindungen zwischen den Standorten
Hamburg, Bremen, Hannover und Osnabrück nach Frankfurt am Main und
Nürnberg wurde das System mittlerweile erfolgreich erweitert und
bindet seit Februar 2009 täglich auch Hannover, Regensburg und Landshut
mit einem Ganzzug an. Im Mai 2010 wurde das System um eine tägliche
Verbindung zwischen Bremen, Hamburg und Basel ergänzt.
Diese Netzwerkdichte wird durch das Rail Hub Hannover ermöglicht,
in dem die südgehenden Züge umrangiert und nach Destination
neu gebildet werden. Dies geschieht ebenso in umgekehrter, nordgehender
Richtung.
Die hohe Qualität im System sieht Norbert Rennings, Leiter Rail
Solutions bei Hellmann, auch in der hohen Leistungsfähigkeit des
Eisenbahnverkehrsunternehmens begründet, welches Hellmann mit der
Traktion der Züge beauftragt. Seit Beginn arbeitet Hellmann hier
kooperativ mit DB Schenker Rail zusammen.
Das System ist mittlerweile so erfolgreich, dass auch andere Speditionsunternehmen
bei Hellmann Stellplätze auf den Zügen buchen. Die meisten davon
sind tägliche Festbuchungen, nach den wenigen nicht fest gebuchten
Stellplätzen besteht täglich eine große Nachfrage.
Nicht immer lief das so erfolgreich. Norbert Rennings erinnert sich an
die anfänglichen Schwierigkeiten sowohl seine Kollegen bei Hellmann,
als auch externe Kunden vom hochwertigen neuen Angebot zu überzeugen.
"Ohne den Glauben an die Zukunft dieses Systems durch unser Top Management,
wäre das Projekt wahrscheinlich schnell wieder eingestampft worden",
so Norbert Rennings.
Heute sei daran nicht mehr zu denken - ganz im Gegenteil. Die Auslastung
der Züge beträgt über 90 Prozent und es werden täglich
mehr als 450 TEUs über die Hellmann-Züge abgefertigt, was einem
Volumen von mehr als 220 LKW-Fahrten entspricht.
Dabei werden täglich 101.740 kg weniger CO2 produziert (Emissionen
Bahn gegengerechnet / berechnet nach Eco TransIT 0,23 g/tkm CO2 am Beispiel
von 464 WB = 232 LKW), im Monat beträgt die CO2-Reduzierung somit
2.034.000 kg.
Derzeit beschäftigt sich Hellmann intensiv mit der Erweiterung und
den internationalen Ausbau des Systems. Doch bei aller Euphorie und Aktualität,
Stichwort "Green Logistics", gestaltet sich ein Ausbau als nicht
unproblematisch. Die Trassenverfügbarkeit ist kritisch und die Kapazität
der Terminals ist längst an ihre Grenzen gestoßen.
"Bei der Erweiterung des Systems wird unsere langjährige Erfahrung
im partnerschaftlichen Verhältnis mit DB Schenker Rail uns sicher
zugute kommen", zeigt sich Norbert Rennings zuversichtlich.
Hellmann Worldwide Logistics
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