Fraunhofer-Institut für Materialfluss
und Logistik IML, Dortmund.
Förderwettbewerb Logistik.NRW
Stärkung der Logistikregion NRW als Hinterlandhub durch innovatives
Leercontainermanagement
Dortmund, 14.Oktober 2008 - Der erste Schritt im Förderwettbewerb
Logistik.NRW ist für das unter der Führung des Duisburger Hafens
stehende Konsortium mit dem Fraunhofer IML, den Duisburger Container-Terminalgesellschaften
sowie den Häfen Essen und Gelsenkirchen erfolgreich begangen.
Grundlegendes Ziel des zweistufigen Förderwettbewerbs Logistik.NRW
ist die Verbesserung der Stellung und Wettbewerbsfähigkeit der Logistikwirtschaft
des Landes NRW. Innovative logistische Produkte, Verfahren und Leistungen
zu entwickeln steht hierbei im Fokus. In dem Forschungsvorhaben, das nun
für die finale Bewilligungsrunde zugelassen wurde, soll auf den dringenden
Bedarf eines innovativen Leercontainermanagements reagiert werden.
Das über Dekaden anhaltende zweistellige Wachstum an Importcontainermengen
und Rekorde bei Schiffs- und damit Ladungsgrößen führen
zu immer längeren Liegezeiten und Abfertigungsproblemen in den Seehäfen.
Der Abfertigungsdruck auf die Nordseehäfen wächst. Prognosen
sagen eine weitere Verdopplung des Containervolumens in den Nordseehäfen
voraus (2006: 31,8 Mio. so genannter 20-Fuß-Standardcontainer/Twenty
Foot Equivalent Unit (TEU), 2015: 75 Mio. TEU). Die Seehäfen sind
daher auf leistungsfähige Hinterlandanbindungen und Bündelungspunkte
(Hubs) angewiesen, um die bereits bestehende Überlastung in den Griff
zu bekommen.
Duisport als wichtigster Hinterland-Hub der Nordseehäfen und Verkehrsdrehscheibe
der Rhein-Ruhr-Region und die in der Region angesiedelten Hinterlandterminals
verwenden bereits heute bis zu 40 % ihrer Kapazität für das
Leercontainerhandling. Es wird daher ein intelligentes Leercontainermanagementkonzept
benötigt, um das weiter wachsende Aufkommen auch leerer Container
zu bewältigen.
Die im Ziel des Forschungsprojektes verankerte Neukonzeption eines innovativen
Leercontainermanagements unter Integration von aktuellen Entwicklungen
in der Logistik wird innerhalb des Konsortiums unmittelbar mit den Erfahrungen
der Praxispartner verknüpft.
Neben der Steigerung der Prozesseffektivität steht die Überführung
der Erkenntnisse in die operativen Abläufe und somit in das Marktgeschehen
im Fokus des Vorhabens.
Insgesamt wird durch ein innovatives Leercontainermanagement ein Standortvorteil
für die Logistikregion NRW geschaffen.
Fraunhofer-Institut
für Materialfluss und Logistik IML Joseph-von-Fraunhofer-Straße 2-4
D-44227 Dortmund