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WASP -Zukunftslösung für eine integrierte Logistik
in der Forst- und Holzwirtschaft
Forschungsprojekt initiiert von der Cluster-Initiative Forst
und Holz in Bayern
WASP steht für "Wood Application Server Providing"
und hat das Ziel, die Logistik des Holzes vom Holzlagerplatz im Wald bis
zur Anlieferung am Werk zu verbessern. Mit Hilfe einer internetbasierten
"Service-Broker"-Plattform will das Fraunhofer-Institut für
Materialfluss und Logistik IML und das Konsortium die laufenden Logistikprozesse
durchgängig abbilden, optimieren und kommunizieren.
"Die aktuelle Wirtschaftslage stellt auch für die Forst- und
Holzbranche eine große Herausforderung dar", erklärt Dr.
Jürgen Bauer, Geschäftsführer Cluster-Initiative Forst
und Holz in Bayern GmbH. "Weitere Logistikoptimierungen und das Nutzen
unterschiedlichster Einsparpotenziale bei den täglichen Arbeitsprozessen
können jedoch auch kleinen und mittelständischen Unternehmen
helfen, diese Zeit gut zu überstehen und gestärkt aus ihr hervorzugehen."
Im Projekt WASP entwickeln die Logistikspezialisten für die Beteiligten
in der Holzlogistikkette, also kleine und mittelständische Unternehmen,
Vertreter der Waldbesitzarten, Energieversorger und die Industrie, die
zukunftsweisende Idee einer modular erweiterbaren ASP-Lösung, die
nach Prüfung ihrer Machbarkeit auch umgesetzt werden soll. Application
Service Providing (ASP) ist eine internetbasierte Technologie, die IT-Anwendungen
und Daten online verfügbar macht. Dadurch können auch die zahlreichen
kleinen und mittelständischen Unternehmen der Forst- und Holzwirtschaft
Prozessschritte vereinfachen und sich damit noch stärker auf ihr
Kerngeschäft konzentrieren. Mit der gemeinsam genutzten Plattform
sollen Kommunikationsbarrieren zwischen verschiedenen in der Branche eingesetzten
Softwarelösungen überwunden und ein durchgängiger Informationsfluss
zu realisiert werden.
Daher wird im Rahmen des Projekts WASP auch darauf geachtet, dass bestehende
Lösungen unterstützt und über Schnittstellen angebunden
werden können. Die in WASP zu entwickelnde Plattform nutzt auch existierende
und bewährte Softwarelösungen. Hierdurch kann eine Vielzahl
relevanter Informationen verbunden werden.
Zusätzlich entwickeln und integrieren die Fraunhofer-Forscher gemeinsam
mit den projektbegleitenden Firmen am Markt fehlende Module zur Optimierung
der Supply Chain für Rundholz und Biomasse. Dabei berücksichtigen
sie vor dem Hintergrund des Einsatzes neuer Ortungstechnologien wie Galileo
auch besonders Aspekte wie Transportoptimierung, mobile Datenerfassung,
Forstnavigation und Biomassebereitstellung.
"Wir wollen über die WASP-Plattform allen Akteuren und Betroffenen
einen einfacher Zugang zu den für sie relevanten Informationen der
Prozesskette verschaffen", sagt Wolfgang Inninger, Leiter des Projektzentrums
Verkehr, Mobilität und Umwelt des Fraunhofer IML in Prien. "Allen
Nutzern und Kunden erschließt sich so eine systemübergreifende
Anwendung, die sowohl die eigenen Transporte optimiert, als auch Logistikoptimierungspotenziale
übergreifend mit anderen Akteuren ausschöpft."
WASP wird im Rahmen der Technologieförderung Bayern entwickelt und
wurde initiiert von der Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern. Zu
den Projektpartnern gehören, unter der Leitung des Projektzentrums
des Fraunhofer IML in Prien, die Pöyry Forest Industry Consulting
GmbH, die Forstbetriebsgemeinschaft Amberg-Schnaittenbach, die WBV Berching-Neumarkt
und die Technische Universität München, Lehrstuhl für Forstliche
Arbeitswissenschaft und Angewandte Informatik. Die Softwareentwicklung
und -umsetzung erfolgt durch die Firma Lange & Fendel Software GmbH
Prien. Weiterhin unterstützen die Cluster-Initiative Forst und Holz
in Bayern und die Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft beratend
das Projekt.
"Wir wollen das entwickelte System Ende 2010 in einem anwendungskonformen
Feldtest auf seine Leistungsfähigkeit untersuchen. Danach ist die
breite Markteinführung geplant", skizziert Wolfgang Inninger
das weitere Vorgehen.
Fachlicher Ansprechpartner:
Dipl. Wirtsch.-Ing. (FH) Wolfgang Inninger
Tel.: +49 (0) 80 51 / 9 01 - 1 10
wolfgang.inninger@prien.iml.fraunhofer.de
Dr. Jürgen Bauer
Geschäftsführer Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern
gGmbH
Tel.: + 49 (0) 81 61 / 715117
bauer@cluster-forstholzbayern.de
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