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Ingenieure noch immer gesucht! Bewerbungstipps für Dipl.
Ings
München, 04.Juni 2009 - Leichter ist es für Unternehmen
nicht geworden, den Spagat zwischen Rezession und Fachkräftemangel
zu meistern. Viele erkennen jedoch, dass trotz dessen die Einstellung
von weiteren Fachkräften das Überleben nachhaltig sichert. Für
Ingenieure bedeutet das: je professioneller und überzeugender die
Bewerbung, desto höher die Chance auf einen spannenden zukunftsreichen
Job.
Auch in der Krise sind sie noch gefragt, die hochspezialisierten Fachkräfte.
Vor der Rezession als wichtigster Pfeiler für die wirtschaftliche
Zukunft des Landes umworben, sind auch weiterhin die Arbeitslosenzahlen
in diesem Bereich auf einem relativ niedrigen Niveau, so das Institut
der deutschen Wirtschaft Köln. Politiker wie Bundeskanzlerin Angela
Merkel oder Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung,
betonen immer wieder das auch künftig die Zukunftsfähigkeit
Deutschlands über die Innovationskraft zu bestimmen sein wird und
sowohl Politik als auch Wirtschaft hier weiter investieren müssen.
"Das ist die einzig richtige Strategie", bewertet auch VDI-Direktor
Dr. Willi Fuchs die derzeitige Situation "Denn nach dieser Krise
kommt garantiert der nächste Aufschwung. Und wer dann die Auftragseingänge
auf Grund fehlender Spezialisten nicht bedient, wird der Konkurrenz nicht
standhalten können und deutliche Wettbewerbsnachteile haben."
Die richtige Strategie
Für Absolventen und Young Professionals im Ingenieurswesen bedeutet
dies, dass die Bemühungen um einen qualifizierten Arbeitsplatz und
attraktiven Arbeitgeber noch immer lohnen. Wie auch vor der Rezession
entscheidet die richtige Strategie über Erfolg und Misserfolg der
Bewerbung. Bevor es an die Stellenausschreibungen geht, sollte der Bewerber
sich bewusst machen, welche genauen Vorstellungen er oder sie von dem
zukünftigen Job hat. Stärken und Schwächen sollten genau
abgewogen und schriftlich festgehalten werden. Auf diese Weise fällt
auch die anschließende Beurteilung und Auswahl der Stellenangebote
sehr viel leichter und die Suche hat mehr Chancen auf Erfolg.
Curriculum Vitae
Ein gut durchstrukturierter Lebenslauf ist das A und O professioneller
Bewerbungsunterlagen. Dabei ist es sinnvoll die letzte Beschäftigung
als Erstes zu nennen, damit sich der Personaler sofort ein Bild von den
aktuellen Tätigkeitsfeldern und Kompetenzen machen kann. Der Bewerber
sollte darauf achten, dass so genannte Schlüsselkompetenzen wie Kreativität
oder auch interkulturelle Kompetenz mit einbezogen werden. Für Bewerbungen
auf Führungspositionen und Stellen, die besonders viel Teamarbeit
erfordern, ist es ein wertvolles Herausstellungsmerkmal gegenüber
der Konkurrenz ein klares Leistungsprofil vorzeigen zu können. Auch
Hobbys, die Engagement und Teamstärke zeigen, sollten in den Lebenslauf
aufgenommen werden. Von sekundärer Bedeutung sind hier allgemeine
Beschäftigungen, die keine besondere Facette der Persönlichkeit
hervorheben.
Eindruck hinterlassen
Was im Lebenslauf in knapper, klarer tabellarischer Form dargestellt wird,
sollte im Anschreiben präzise und schlüssig strukturiert formuliert
werden. Egal ob Germanist oder Ingenieur: Eine erneute Aufzählung
des Lebenslaufs sollte hier nicht stattfinden. Vielmehr ist es wichtig,
deutlich zu machen, weshalb der Bewerber gerade diese bestimmte Stelle
in diesem einen Unternehmen anstrebt und wie seine Fähigkeiten dem
Unternehmen von Nutzen sein können. Zudem sollte man Antwort auf
die Frage liefern aus welchem Grund man sich für diesen Job geeignet
glaubt. Konkrete Beispiele oder Erfahrungen, beispielsweise anhand von
ausgeübten Tätigkeiten, überzeugen argumentativ. Auch persönliche
Stärken können genannt werden, um das Anschreiben abzurunden.
Verzichten sollte der Bewerber in jedem Fall auf gängige Floskeln
oder Behauptungen, die nicht konkret belegt werden können.
Direkter Kontakt
Ein entscheidender Vorteil, der oft unterschätzt wird, kann die persönliche
Kontaktaufnahme mit der verantwortlichen Ansprechperson im favorisierten
Unternehmen sein. Nicht nur bietet sich hier die Gelegenheit noch gezielter
Informationen über die vakante Stelle zu erhalten, der Bewerber kann
schon am Telefon die Neugier des Personal-Verantwortlichen wecken und
erhöht damit erheblich die Chance, dass die Bewerbungsunterlagen
genauer unter die Lupe genommen werden. Das Telefongespräch sollte
jedoch gut vorbereitet sein. "Zwischen Tür und Angel" -
Gespräche können dem Eindruck eher schaden, besonders wenn der
Bewerber gehetzt oder gestresst klingt.
Fazit
Der Arbeitsmarkt für Ingenieure sieht längst nicht so düster
aus, wie von vielen prognostiziert. Einer aktuellen Studie des Verein
Deutscher Ingenieure e.V. (VDI) zufolge, ist der Ingenieurarbeitsmarkt
im vergangenen Jahr stabil gewachsen und die Zahl der Ingenieure befindet
sich auf einem Rekordhoch mit 674.266 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten.
Frauen sind erfreulicherweise auf dem Vormarsch: Verglichen mit dem Vorjahr
waren 2008 8 Prozent mehr Frauen beschäftigt. Ihr Anteil beträgt
jetzt nahezu 12 Prozent. Die Chancen stehen also gut mit professionellen
Bewerbungsunterlagen bei einem attraktiven Arbeitgeber eingestellt zu
werden und damit aktiv dazu beizutragen, dass Deutschland weiterhin zu
den wichtigsten Innovationsträgern in der globalen Wirtschaft gehört.
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