Fraunhofer-Institut für Materialfluss
und Logistik IML, Dortmund.
Ausgetüftelt: Drittes Versorgungsgerät
für Fronten-Kommissionierung bei nobilia
Die Ingenieure der Firma Junger Materialfluss-Steuerungen aus Gütersloh
haben eine Schwäche für komplexe Aufgabenstellungen. Ihr Know-how
und ihre Erfahrungen konnten sie erst kürzlich wieder unter Beweis
stellen, als es darum ging, bei nobilia in Verl ein drittes Versorgungsgerät
im Kommissionierlager für Küchenfronten zu installieren.
Teilen sich eine Schiene: drei Versorgungsgeräte
im Fronten-Kommissionierlager von nobilia.
Foto: Junger GmbH
Für das Junger-Team bestand die Herausforderung in einer Automatisierungslösung,
mit der sich nun drei statt vorher zwei Versorgungsgeräte auf einer
Schiene gleichzeitig bewegen und die 120 Kommissioniergassen auf zwei
Ebenen bedienen können. Zudem sollten Sicherheitsmechanismen entwickelt
werden, damit alle drei Fahrgeräte ohne Kollisionsgefahr möglichst
dicht zusammenfahren können.
Da aufgrund der erweiterten Produktpalette auch die Anzahl der Kommissionierfächer
um 960 zusätzliche Fächer erhöht wurde, mussten auch die
Positionswerte in der SPS für die Regalbediengeräte auf überwiegend
drei statt vorher zwei Fächer übereinander angepasst werden.
Die Umbauarbeiten begannen im April dieses Jahres unter der Leitung des
Generalunternehmens Herrmann & Hieber. Bereits vier Monate später
konnte nobilia die Nachtschicht als 3. Schicht einsparen. Durch den Einsatz
des dritten Versorgungsgerätes an einem 15-stündigen Arbeitstag
können nun ca. 300 Fronten-Paletten mehr ein- bzw. ausgelagert werden.
Die Junger GmbH übernahm das Projektmanagement, das Engineering
und die Softwareentwicklung sowie die Inbetriebnahme und den kompletten
Elektrobau.