Fraunhofer-Institut für Materialfluss
und Logistik IML, Dortmund.
Transfergerät von TGW für 6.000
Behälter pro Stunde
TGW hat ein neues Hochleistungs-Transferelement entwickelt,
das die Leistungslücke zwischen klassischen Transfers und Sortern schließt.
Mit variabler Leistung bis 6.000 Transfers pro Stunde, einfachster Wartung
und höchsten Sicherheitsstandards bietet dieses neue Element vielfältige
Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichsten Projekten.
Der neue Hochleistungstransfer von TGW
kann pro Stunde bis zu 6000 Kartons unterschiedlicher Größe
ausschleusen.
Die Gesamtleistung von Fördertechnikanlagen steht und
fällt oft mit der Leistung der eingesetzten Transferelemente. Gerade
im Hochleistungsbereich waren die Möglichkeiten bisher begrenzt oder
man musste auf Sorter-Lösungen zurückgreifen. Diese Lücke
schließt TGW jetzt mit einem neuen Hochleistungstransfer, der größtmögliche
Einsatzflexibilität und Leistung mit optimaler Sicherheitstechnik,
Verfügbarkeit und einfachster Wartung vereint.
Röllchenteppich sorgt für bis zu
6.000 Transfers pro Stunde
Das Funktionsprinzip des neuen TGW Hochleistungstransfers ist einfach erklärt:
Über einen Teppich aus schwenkbaren Röllchen können Fördergüter
unterschiedlichster Größe parallel umgesetzt bzw. in 30°,
45° oder 90° ein- und ausgeschleust werden, mit einer Leistung von
bis zu 6.000 Transfers pro Stunde. Das Wegfallen des sonst meist nötigen
Hubvorganges erspart Zeit und vereinfacht die mechanische Funktion deutlich.
Dabei ist das Gerät nicht nur unter Standardbedingungen einsetzbar,
sondern auch im Tieftemperaturbereich und bei besonderen ESD-Anforderungen.
Die patentierte WAVE Technologie ermöglicht
äußerst geringe Abstände zwischen den Waren und dadurch
sehr hohe Transferleistungen.
Sämtliche Funktionen des Hochleistungstransfers sind sowohl einseitig
als auch beidseitig möglich und können mit unterschiedlichsten
Fördergütern realisiert werden. Neben klassischen Kunststoffbehältern
und Kartons können auch Waren direkt auf diesem Gerät gehandhabt
werden, ohne zusätzlichen Ladungsträger. Das Größenspektrum
der Fördergüter kann von 150 x 150 mm bis 800 x 600 mm reichen,
das Gewichtsspektrum von 0,1 kg bis 50 kg.
"Wave"-Technologie für höchste
Transferleistungen
Je nach Leistungsanforderung und Funktion können die Reihen an Transferröllchen
einzeln, in Gruppen oder als Einheit angesteuert werden. Die höchste
Leistung wird erzielt, wenn bei einer 30°-Ausschleusung jede Röllchenreihe
separat angesteuert wird. Jede Reihe schwenkt dabei erst unmittelbar vor
dem Eintreffen der Förderguts in die entsprechende Richtung und wird
sofort nach dem Passieren wieder in die Ausgangsposition zurückgeführt.
Somit entsteht eine wellenartige Bewegung der Röllchenleisten - die
"Wave"-Steuerung. Dadurch können die Lücken zwischen
den einzelnen Fördergütern drastisch reduziert und die Leistung
auf über 6.000 Transfers pro Stunde gesteigert werden.
Drehbare Röllchen weisen die unterschiedlichsten
Waren in 30°, 45° oder 90° in die richtige Richtung.
Maximale Leistung, optimale Sicherheit, höchste Verfügbarkeit
sowie kurze Wartungs- und Reparaturzeiten waren die Vorgaben für die
Entwicklung des neuen TGW Hochleistungstransfers. Darüber hinaus konnte
auch noch ein intelligentes, kostengünstiges Antriebskonzept mit mehreren
Varianten für das neue Gerät konstruiert werden.
Unterschiedliche Antriebsmöglichkeiten
Um die Antriebe und damit die Investitionskosten und den Steuerungsaufwand
zu reduzieren, kann der TGW
Hochleistungstransfer den Antrieb des anschließenden
Fördergeräts mitnutzen. Bei einer 90°-Ausschleusung können
dadurch beispielsweise zwei Antriebe im Vergleich zu herkömmlichen
Transferelementen eingespart werden, wodurch der Preis für Mechanik
und Steuerung niedrig gehalten werden kann.
Modularer Aufbau - kürzeste Reparaturzeit
Ein weiterer Schwerpunkt wurde in der Konstruktion auf einfachste Wartung
und Reparatur gelegt. Deshalb besteht der Röllchenteppich aus einzelnen
Modulen mit jeweils drei Röllchenreihen. Jedes dieser Module kann sehr
schnell und ohne Werkzeug nach oben ausgebaut und gewechselt werden. Die
durchschnittliche Zeit für einen derartigen Wechsel beträgt nur
2 Minuten.
Darüber hinaus werden wartungsfreie Zahnriemen und Lager verwendet,
um die Wartungstätigkeiten zu reduzieren. Und auch die eingesetzten
Rundriemen erfordern äußerst wenig Wartung, weil sie nicht mit
dem Fördergut in Berührung kommen können und dadurch eine
äußerst lange Lebensdauer aufweisen.
Abdeckungen für höchste Sicherheit und Verfügbarkeit
Nachdem die Schwenkröllchen nicht angehoben werden müssen, konnte
rundherum eine durchgängige Abdeckung integriert werden. Dadurch wurden
sämtliche Gefahrenstellen für das Personal eliminiert und das
Gerät eignet sich optimal für den Einsatz im Arbeitsplatzbereich.
Außerdem wird dadurch ein Hängenbleiben von Fördergütern
verhindert, wodurch die Verfügbarkeit wesentlich erhöht wird.
Durch seine hohe Leistung, die große Flexibilität in Funktion
und im Einsatz verschiedener Ladungsträger sowie das attraktive Preis-Leistungs-Verhältnis
eröffnet der Hochleistungstransfer von TGW neue Möglichkeiten
in der Planung und Realisierung dynamischer Fördersysteme. Anlagenbetreiber
profitieren darüber hinaus von höchsten Sicherheitsstandards und
äußerst geringen Life-Cycle-Costs.
Über die TGW Logistics Group:
Die TGW Logistics Group ist ein integriertes Lösungsnetzwerk. Seit
1969 realisiert das Unternehmen unterschiedlichste innerbetriebliche Logistiklösungen,
von kleinen Fördertechnik-Anwendungen bis zu komplexen Logistikzentren.
Die Unternehmen der TGW Logistics Group können auf eine erfolgreiche
Entwicklung zurückblicken. Mit mehr als 1.100 Mitarbeitern weltweit
realisiert die Gruppe Logistiklösungen für die führenden
Unternehmen in verschiedensten Branchen. Dadurch erzielte die TGW Logistics
Group im Wirtschaftsjahr 2009/10 Umsatzerlöse von € 221,5 Mio.