|
Umfangreiche Dienstleistungen rund um Marketing, Beratung, Finanzierung
und Logistik versetzten die Genossenschaftsmitglieder darüber hinaus
in die Lage, die eigene Wettbewerbsfähigkeit hinsichtlich Waren-
und Dienstleistungsangebot zu steigern.
Die Distribution der Büroartikel erfolgte bisher über ein externes
Logistikunternehmen in der Nähe von Gießen. Die Kapazitäten
dieses Lagers stießen jedoch an ihre Grenzen. Hinzu kam, dass sich
in den letzten Jahren die Auftragsstruktur deutlich geändert hat.
Der Trend geht zu kleinen Aufträgen, die aber in großer Menge
und engen Zeitvorgaben abgewickelt werden müssen. Soennecken entschied
sich dazu, die Logistik zukünftig selber zu betreiben und an den
Firmensitz in Overath zu verlagern. Die Soennecken LogServe GmbH wird
als Betreiber des neuen Logistikzentrums für die reibungslose Logistik
verantwortlich sein. Klaus Schneider, Geschäftführer von LogServe,
betont die Bedeutung dieses Neubaus: "Mit dem neuen Logistikzentrum
fassen wir nun unsere Verwaltung mit dem operativen Geschäft an einem
Standort zusammen. Die damit verbundene Nähe zur Ware steigert die
Abwicklungsqualität und Effizienz."
Die erste Aufgabe der Sonnecken LogServe bestand in der Planung und Ausschreibung
des Logistikzentrums. Unterstützt wurde LogServe durch das Dortmunder
Planungsbüro Integral Logistics. Letztlich fiel die Wahl auf Unternehmen
aus der Region. Den Auftrag für die Tief- und Hochbaumaßnahmen
bekam die Firma Otto Quast aus Siegen und die gesamte Logistikanlage wurde
an die Firma Unitechnik AG aus Wiehl vergeben.
Der Auftrag an die Firma Unitechnik umfasst ein 3-gassiges Hochregallager
mit ca. 6000 Palettenstellplätzen, das als Nachschublager dient.
Das Hochregallager wird in Silo-Bauweise errichtet und mit Dach und Wandverkleidungen
versehen. Warenein- und ausgang, 2 Kommissionierplätze und 4 Nachschubbereitstellungsplätze
sind über eine Palettenfördertechnik angebunden. Mittels Gabelstapler
wird ein umfangreiches Kommissionierregal bestückt. In 42 Kommissionierzonen
sind 26.000 Fächer ständig im Zugriff. Der Auftragskarton fährt
automatisch in die Kommissionierzone, in der der nächste Artikel
zu finden ist. Ein Pick-by-Voice-Kommissioniersystem sagt dem Mitarbeiter
die Fachkoordinaten an und welche Stückzahl zu entnehmen ist. Nachdem
der Auftrag fertig kommissioniert ist, fährt der Karton zur Packerei
wo der Inhalt geprüft und der Lieferschein beigefügt wird. Der
Versandkarton wird automatisch verschlossen und zur definierten Versandbahn
transportiert.
Das Herz der Anlage ist das Lagerverwaltungssystem UniWare. Hier werden
alle Bewegungen koordiniert, die gesamte Anlage visualisiert, die Bestände
nachgehalten und die Mitarbeiter mit Anweisungen versorgt. Das Doppelrechnersystem
- ein sogenannter Clusterserver - wird aus Sicherheitsgründen auf
zwei verschiedene Räume verteilt. Dieses zentrale Rechnersystem versorgt
ca. 50 Arbeitsstationen mit Daten. Über Wireless LAN sind Datenfunkterminals
auf den Gabelstaplern und die Pick-by-Voice-Geräte angeschlossen.
Die Leistungsdaten des Logistikzentrum sind beeindruckend: 36.000 Auftragspositionen
am Tag - zu Spitzenzeiten sogar 5.000 Positionen pro Stunde - sollen in
der Anlage kommissioniert werden. Pro Tag sollen bis zu 11.000 Pakete
und 600 Paletten das Overather Logistikzentrum verlassen. Das ehrgeizige
Projekt soll bis Sommer 2009 abgeschlossen sein.
|