Fraunhofer-Institut für Materialfluss
und Logistik IML, Dortmund.
Förch oder: Von der Schönheit
logistischer Prozesse
Vanderlande Industries hat für Förch als Distributionszentrale
für 14 europäische Länder ein neues Logisitkzentrumerrichtet. Das Kleinteilelager umfasst rund 62.000 Stellplätze,
das Eurohalbpalettenlager 12.000 Stellplätze. Aus dem Kleinteilelager
werden vier Kommissionierplätze mit einer maximalen Kapazität
von 1.500 Picks pro Stunde versorgt. Hochleistungsfähige automatische
Regalbediengeräte mit Vierfach-Lastaufnahmemitteln übernehmen
in den 12 Gängen die optimale Versorgung der Kommissionierarbeitsplätze.
Insgesamt wurden 13 Mio. Euro investiert.
"Nach den dauerhaft zweistelligen Wachstumsraten in den vergangenen
Jahren waren wir gezwungen, unser ehemals manuell betriebenes Lager auf
ein vollständig automatisiertes umzustellen," konstatiert Reinhold
Kuhn, Geschäftsführer der Förch-Unternehmensgruppe. "Dank
der intelligenten logistischen Lösung von Vanderlande sind wir nun
auch in Zukunft wettbewerbsfähig und können dem anstehenden
Wachstum optimistisch entgegenblicken," fügt er zufrieden hinzu.
"Eine besondere Herausforderung war der Umzug aus einem manuellen
Lager in ein hoch automatisiertes Lager mit weiterlaufendem Versand aus
beiden Systemen", resumiert Vanderlande-Projektleiter Ditmar Paprocki.
Des weiteren musste die Software speziell an die Förch-spezifischen
Abläufe angepasst werden. "Spannend waren aber auch die besonderen
Anforderungen der einzelnen Teilsysteme hinsichtlich des Durchsatzes und
der Verfügbarkeit, da eine hohe Verkettung der logistischen Abläufe
notwendig ist", so Paprocki weiter.
Um für die Zukunft gerüstet zu sein, wurde das neue Distributionszentrum
bereits im Hinblick auf mögliche Entwicklungen konzipiert. "Im
Prinzip können wir, das bestehende Gebäude komplett spiegeln
und somit unsere Logistikfläche noch einmal verdoppeln", so
Kuhn und ergänzt: "Aufgrund der ausgesprochen positiven Erfahrungen
mit der jetzt realisierten Lösung haben wir hierzu gemeinsam mit
VI bereits erste konkrete Überlegungen angestellt. Wir sprechen hier
schließlich nicht ohne Grund von einem Generationenprojekt."