Neu auf der Landkarte der Logistik:
"log4green" - Europa teilt Wissen
EffizienzCluster LogistikRuhr nimmt Arbeit mit Partnern
aus fünf weiteren europäischen Ländern auf
EU-Projekt soll das Forschungspotenzial für die
Logistik von morgen über die Grenzen hinweg verstärken
Ressourcenschonung, urbane Versorgung und die Individualisierung der
Gesellschaft sind Herausforderungen für die Logistik in Deutschland
- aber nicht nur hier: In ganz Europa entwickeln Länder und Regionen
innovative Strategien, Lösungen und Produkte, mit denen die Logistik
ihre neue Rolle als Manager des Warenaustauschs von morgen weiter ausformt.
Jetzt forschen alle gemeinsam: im EU-Projekt "log4green". Der
EffizienzCluster LogistikRuhr gehört zu den insgesamt 13 Partnern
aus sechs europäischen Ländern. Sie haben den Anstoß für
das Projekt gegeben und füllen es nun mit Leben. Offizieller Startschuss
für die Zusammenarbeit ist der 1. Dezember 2011.
Mit der Teilnahme an "log4green" setzt der EffzienzCluster
bereits im Vorfeld des Jahres 2012, das ganz im Zeichen der Internationalisierung
stehen wird, ein starkes Signal: "Wir haben das EU-Projekt vorangetrieben,
um das Zukunftsfeld Logistik nicht nur in Deutschland, sondern europaweit
aktiv mitzugestalten", erklärt Dr. Christian Jacobi, Vorsitzender
der Geschäftsleitung der EffizienzCluster Management GmbH, der Koordinierungsstelle
des Effi-zienzClusters. "Damit wollen wir dazu beitragen, Logistikwissen
zu internationalisieren und technologische Entwicklungen wechselseitig
in Gang zu setzen. Auch und gerade die Wirtschaft hier zu Lande wird davon
im Ergebnis stark profitieren."
Das Projekt "log4green" wird im Rahmen des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms
realisiert und ist Teil der "Regions of knowledge" (Wissensregionen).
Das Programm bündelt seit 1984 die Aktivitäten der Europäischen
Union zur Förderung von Forschungs- und forschungsrelevanten Aktivitäten.
Für "log4green" haben sich sechs europäische Länder
bzw. Regionen zusammengeschlossen: Neben Deutschland (Metropolregion Ruhr)
sind dies Belgien (Walonien), Frankreich (Normandie), die Türkei
(Instanbul), die Ukraine (Odessa) sowie Österreich (Kärnten).
In Österreich werden die Aktivitäten federführend koordiniert.
Zu den Partnern gehören Forschungs- und Entwicklungscluster wie der
EffizienzCluster selbst oder der belgische Cluster "Logistics in
Wallonia", aber auch Universitäten wie die Universität
Duisburg-Essen und die ukrainische Odessa National Maritime University
sowie mit dem Verein Netzwerk Logistik, Region Süd, und der "International
Transporters´ Association of Turkey" auch Vertreter von Industrie
und Unternehmen.
Ziel ist es, die Strategien der europäischen Logistikregionen im
Hinblick auf die Ressourcenschonung ihrer Entwicklungskonzepte zu vergleichen.
Außerdem soll das Forschungspotenzial in den Bereichen Nachhaltigkeit,
Ressourcenschonung, multimodaler Transport und urbane Versorgung ermittelt
werden. Themen wie die Dynamik von Innovationen, die Ausbildung einer
neuen Generation von Logistik-Experten und die Vernetzung der beteiligten
Cluster spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Input durch Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Die Kernkompetenzen in den beteiligten Regionen bilden dabei eine exzellente
Basis für den zukunftsorientierten Austausch - hier Europas größter
Binnenhafen Duisport, dort der Hafen von Odessa, der verkehrsreichste
Hafen der Ukraine; hier Deutschland mit eher universitär ausgerichteten
Bildungsstrukturen in der Nachwuchsförderung, dort Österreich
mit seiner einzigartigen Dichte an Berufsschulen mit Logistikschwerpunkt.
"Sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede werden die
konkrete wissenschaftliche Arbeit inspirieren und aktivieren", sagt
Thorsten Hülsmann, Geschäftsführer der EffizienzCluster
Management GmbH. Die Regionen verbindet im Übrigen nicht nur das
starke Interesse an der Logistikforschung: Anknüpfungspunkte für
logistische Themen und Fragestellungen ergeben sich beispielsweise auch
aus den kulturellen Beziehungen zwischen Ruhrgebiet und Istanbul: Beide
Regionen waren 2010 Europäische Kulturhauptstadt. Die Metropolregion
Ruhr und Wallonien wiederum haben in den vergangenen Jahren einen tiefgreifenden
Strukturwandel bewältigt: Die einstigen Industrieregionen haben nun
Schwerpunkte im Bereich Dienstleistung und Freizeit gesetzt und stellen
damit neue Anforderungen an Warentransport und Mobilität insgesamt.
Das EU-Projekt "log4green" ist zunächst auf drei Jahre
angelegt. In mehreren Arbeitspaketen, unter anderem unterstützt durch
Benchmarkanalysen im Bereich von Logistiknetzwerken, soll eine internationale
strategische Forschungs- und Handlungsagenda entstehen.
Über uns.
Der EffizienzCluster LogistikRuhr ist einer von zehn Spitzenclustern bundesweit
und der füh-renden Logistikcluster in Europa. Das Clustermanagement
mit Sitz in Mülheim an der Ruhr wird getragen von Initiativkreis
Ruhr, Fraunhofer Gesellschaft und agiplan GmbH. 130 Pro-jektpartner aus
Wissenschaft und Wirtschaft arbeiten im EffizienzCluster an 30 Projekten
mit einem Volumen von 100 Millionen Euro. Das Kooperationsnetzwerk wird
eine neue und akti-ve Rolle bei der Bewältigung gesellschaftlicher
Herausforderungen übernehmen. Danach soll der intelligente Material-
und Warenfluss von morgen Umwelt und Ressourcen schonen, die urbane Versorgung
sichern und dem Wunsch der Menschen nach Individualität Rechnung
tragen. Um diese Ziele fassbar zu machen, hat der EffizienzCluster sieben
Leitthemen entwi-ckelt, die wiederum durch die Projekte konkretisiert
werden. Aus der Arbeit sollen 100 Pro-dukte und Patente mit einem Marktvolumen
von mehr als zwei Milliarden Euro hervorgehen und mehr als 4.000 Arbeitsplätze
geschaffen werden.
Kontakt
Kirsten Verbeek
EffizienzCluster Management GmbH
Kölner Straße 80-82
45481 Mülheim an der Ruhr
Tel.: +49 (0) 231 9743 613
Mobil: +49 (0) 172 51 03 217
Fax: +49 (0) 231 9743 77 613
kirsten.verbeek@effizienzcluster.de
www.effizienzcluster.de
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