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Professor ten Hompel beschreibt
den Weg der intelligenten Dinge,
die eigenständig durch inner- und
außerbetriebliche Netze navigieren.


Expertenrunde im Konferenzraum.


Der Konferenzraum im openID-
Center, Treffpunkt für Expertenrunden.


Das openID-Center, die offene Integrationsplattform für
Identifikationssysteme.

FahrerlosenTransportfahrzeuge
vor dem Tower24-Modell.


Das Multishuttle-Fahrzeug wartet
auf einen Transportauftrag im
Kleinteilelager.


Das fahrerlose Transportfahrzeug für
Behälter nimmt einen Versand-Behälter auf.

Bilder: Fraunhofer-Institut IML



Das Internet erobert die reale Welt

Prof. Dr. Michael ten Hompel
zur Eröffnung des openID Center am 27. April 2005

In den nächsten Jahren wird das Internet die Welt unter unseren Schreibtischen und in unseren Rechenzentren verlassen und die reale Welt erobern. "Real World Awareness" (*1) und das "Internet der Dinge" (*2)sind die neuen Technologien, die mit keinem geringeren Anspruch angetreten sind, als die Welt der Logistik auf den Kopf zu stellen.

Auslöser sind kleine Siliziumchips, die als RFID Tags (*3) zukünftig an Paletten und Behälter, an Pakete und Päckchen geklebt werden. Sie speichern jene Informa-tionen, die der Logistiker braucht, um den Fluss der Dinge zu steuern. Oder besser gesagt, um den Materialfluss in die Lage zu versetzen, sich selbst zu steuern.

Der erste Schritt zu diesem "Internet der Dinge" ist die Identifikation der Ware in Echtzeit, also die präzise Zuordnung von Ware, Ort und Zeit. Hierzu melden sich die Tags per Internet, wenn Sie die Produktion verlassen, ins Lager gelangen oder im Versand verpackt werden. Hierdurch wird die zeitgleiche Erfassung von Waren- und Informationsfluss gewährleistet und damit die Sicherheit in der Produktion und Logistik entscheidend erhöht.

Bis heute arbeitet der Logistiker mit den virtuellen Beständen seiner Lagerverwaltung und Produktions-steuerung. Zukünftig werden seine Systeme den unmittelbaren Kontakt mit der realen Welt der RFID Tags aufnehmen können.

Der zweite Schritt besteht darin, die Chips in die Lage zu versetzen, den Weg durch den Materialfluss selbständig zu finden und letztendlich den eigenen Fluss autonom zu steuern und zu organisieren. Hierzu wird zunächst die Route, die das Gut nehmen soll, in den Tag geschrieben. Mit dieser "Landkarte" findet er seinen Weg, und damit auch das Gut, an dem er klebt. Durch die Möglichkeit zur Kommunikation ist ein Tag in der Lage, seine Umgebung in gewisser Weise wahrzunehmen und damit letztendlich auch die Fördertechnik, auf der er sich bewegt, zu steuern.

Mit anderen Worten: Im Internet der Dinge steuern die Pakete die Logistik.

Dies stellt die Logistik regelrecht auf den Kopf und wird im wahrsten Sinne des Wortes vieles bewegen.

Das openID-Center des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik ist das Zentrum, in dem Hersteller und Anwender von Soft- und Hardware an dieser gemeinsamen Zukunft der Logistik arbeiten. Der Name openID ist Programm: Denn nur wer sich der Welt des Internet öffnet und seine Erkenntnis kommuniziert, wird diese Welt verändern können.

*1 vgl. " RFID & Beyond: Growing Your Business Through Real World Awareness", ein Buch von Prof. Dr. Claus Heinrich Mitglied des Vorstandes der SAP AG

*2 s. www.internet-of-things.com oder www.realtime-logistics.com

*3 Der engl. Begriff Tag, sprich [tæg]: Etikett, wird für Siliziumchips verwendet, die in der Lage sind, Informationen zu speichern und diese über Funk (engl. Radio Frequency Identification - RFID) zu übertragen.

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